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Von Schlafhygiene bis Matratzenwahl: so schlafen die Deutschen laut aktueller Studie wirklich

Sie schlafen schlecht und halten das für normal? Einschlafprobleme, Müdigkeit und unruhige Nächte sind weiter verbreitet, als viele denken. Dabei beeinflusst Schlaf unsere Gesundheit mehr als Ernährung oder Bewegung. Was stört und was hilft ist oft überraschend einfach. Zeit, das Thema Schlaf neu zu denken – für mehr Energie im Alltag.

So viel steht fest: Schlafqualität sinkt – und kaum jemand tut etwas dagegen

Laut einer Schlafstudie von 2025 berichten 62 % der Menschen, dass sich ihr Schlafbedarf im Laufe des Lebens verändert hat, doch nur wenige passen ihre Schlafgewohnheiten daran an. Besonders Frauen nehmen die Verschlechterung deutlich wahr: 68 % empfinden ihren Schlaf heute als weniger erholsam als früher.

Besonders deutlich zeigt sich das im Alter: Während die meisten als Kinder und Jugendliche noch von gutem oder sehr gutem Schlaf berichten, geben nur noch 40 % der 41- bis 60-Jährigen an, ausreichend gut zu schlafen. Bei den Senioren sind es etwas mehr, aber noch immer weniger als die Hälfte.

Schlafverhalten im Wandel: Weniger Erholung, mehr Müdigkeit

Wer glaubt, die Deutschen schlafen ausreichend, irrt. Zwar liegen die durchschnittlichen Schlafzeiten unter der Woche bei etwa sieben Stunden, am Wochenende gönnt man sich sogar rund 7,8 Stunden. Doch diese Zahlen täuschen, denn Erholung misst sich nicht nur in Minuten, sondern in Qualität.

Viele Menschen spüren im Laufe ihres Lebens eine Veränderung im Schlafverhalten, sei es durch neue Lebensphasen, steigende Belastungen oder veränderte Bedürfnisse. Gleichzeitig nimmt die Schlafqualität kontinuierlich ab: Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) fällt sie vom Idealwert 1,7 in der Kindheit auf 2,8 im Seniorenalter – ein deutlicher Rückgang.

Die Schlafqualität nimmt im Laufe des Lebens ab (©Ravensberger-matratzen.de).

Hinzu kommt: Besonders Jüngere schieben ihre Nachtruhe immer weiter nach hinten. Während die bevorzugte Einschlafzeit unter der Woche noch zwischen 22 und 23 Uhr liegt, gehen am Wochenende über 30 % erst nach Mitternacht ins Bett, mit spürbaren Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit, Konzentration und Wohlbefinden.

Wenn Schlaf zur Belastung wird

Ein erholsamer Schlaf gilt als selbstverständlich, dabei ist er für viele Menschen längst zur Herausforderung geworden. Stress im Beruf, familiäre Verpflichtungen oder ständige Erreichbarkeit stören den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Folgen bleiben oft nicht auf die Nacht beschränkt, sondern wirken tief in den Alltag hinein.

Schlafstörungen sind Alltag – und oft unterschätzt

Schlafprobleme gehören für viele Menschen zur täglichen Realität. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, mehrmals pro Woche unter Tagesmüdigkeit zu leiden. Besonders betroffen sind junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren – eine Altersgruppe, die eigentlich vor Energie strotzen sollte.

Neben Müdigkeit treten auch andere Beschwerden regelmäßig auf: 22 % der Befragten kämpfen mit Durchschlafproblemen, 16 % mit Einschlafstörungen. Die Konsequenzen zeigen sich deutlich im Alltag: 42 % berichten von eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit, 41 % fühlen sich in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Rund ein Drittel klagt über erhöhten Stress, 31 % über Stimmungsschwankungen.

Die Auswirkungen von schlechtem Schlaf sind vielfältig (©Ravensberger-matratzen.de).

Müdigkeit im Alltag – und ihre unterschätzen Folgen

Was nachts beginnt, nimmt tagsüber Fahrt auf: Die Erschöpfung begleitet viele Menschen über Stunden hinweg. Sie beeinflusst nicht nur das Energielevel, sondern auch das emotionale Gleichgewicht, die berufliche Leistungsfähigkeit und die sozialen Beziehungen. Schlafmangel wird zur Dauerbelastung – leise, aber stetig.

Auffällig ist dabei der hohe Leidensdruck unter jungen Erwachsenen. Ganze 40 % dieser Altersgruppe berichten, mehrmals pro Woche unter Albträumen zu leiden. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein: psychische Belastungen, ein hoher Leistungsdruck oder schlicht das Fehlen von ausreichenden Erholungsphasen.

Was gegen schlechten Schlaf getan wird – und was nicht

Trotz der weit verbreiteten Probleme sucht nur ein Viertel der Betroffenen professionelle Hilfe. Stattdessen setzen viele auf einfache Mittel:

Beliebte Maßnahmen:

  • Sport (32 %)

  • Koffeinverzicht (28 %)

  • Schlafumgebung optimieren (27 %)

  • Bildschirmzeit reduzieren (23 %)

Auch eine ruhige Atmosphäre und Komfort im Schlafzimmer können entscheidend sein, um diesem Kreislauf entgegenzuwirken.

Technologische Hilfen sind vor allem bei den Jüngeren gefragt:

  • Podcasts, Musik (29 %)

  • Einschlaf-Apps

  • Entspannungs-Apps

Doch auch hier zeigt sich ein Problem: Viele handeln erst spät oder gar nicht.

Die Matratze: oft unterschätzt, dabei liegt hier der Schlüssel zu besserem Schlaf

Trotz ihrer zentralen Rolle für unsere Nachtruhe wird die Matratze von vielen Menschen kaum hinterfragt. Nur 22 % der Befragten ziehen bei anhaltenden Schlafproblemen einen Matratzenwechsel in Betracht. Auch die Informationssuche beim Matratzenkauf spiegelt dieses Bild wider. Zwar lassen sich viele im Fachgeschäft beraten – rund 43 % nutzen diese Möglichkeit –, doch ebenso häufig verlassen sich Käufer auf Testberichte oder Online-Rezensionen.

Dabei spielt die Matratze eine Schlüsselrolle für die nächtliche Erholung. Liegezonen, Härtegrad, Material oder Anpassungsfähigkeit können entscheidend sein, vor allem bei Rückenschmerzen oder unruhigem Schlaf. Auch das gesamte Schlafzimmerambiente beeinflusst unsere Erholung. Wer auf natürliches Wohnen achtet, kann mit Materialien wie Massivholz, ruhigen Farben und klaren Linien zusätzlich ein gesundes Schlafklima schaffen.

Fazit: Besser schlafen beginnt mit Wissen und Handeln

Schlafprobleme sind kein Schicksal, sondern oft das Ergebnis ungünstiger Gewohnheiten. Wer seine Abendroutine hinterfragt, die Schlafumgebung optimiert und gezielt für Entlastung sorgt, kann viel verändern. Eine ruhige Atmosphäre, ein stabiler Rhythmus und die passende Matratze sind zentrale Hebel. Erholsamer Schlaf beginnt nicht im Bett, sondern mit bewussten Entscheidungen im Alltag.