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Nachhaltige Terrassengestaltung: So wird Ihre Terrasse umweltfreundlich
Wohnzimmer im Freien, Rückzugsort und Bienenparadies – eine Terrasse ist eine Bereicherung für jede Wohnung. Sie ist ein Ort zum Entspannen und Wohlfühlen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Terrasse nachhaltig gestalten und in ein natürliches Refugium für Mensch und Tier verwandeln.
Terrasse nachhaltig gestalten: Materialien & Möbel
Wenn wir Ablenkung vom stressigen Alltag oder Ruhe und Erholung suchen, fahren wir ins Blaue oder gehen ins Grüne. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn man sich die Natur einfach auf die Terrasse holen kann? Klimaschonend und emissionsfrei entspannen Sie in Ihrer eigenen grünen Oase. Das spart Zeit und verkleinert den ökologischen Fußabdruck.
Eine tier- und insektenfreundlich gestaltete Terrasse wirkt dem Bienensterben entgegen, rettet Wildtiere und unterstützt so die natürliche Artenvielfalt im Garten. Wie das gelingt, erfahren Sie hier.
Bodenbelag und Überdachung so naturnah wie möglich
Das Fundament jeder Terrasse ist der richtige Boden. Mit einem Bodenbelag aus natürlichen Materialien holen Sie sich ein Stück Natur in Ihre eigenen vier Wände.
Am natürlichsten sind dabei Holz oder Naturstein. Ein nachhaltiger Terrassenboden ist frei von chemischen Schadstoffen, stammt aus zertifizierten Quellen und hat keine langen Transportwege hinter sich.
Ein Holzboden wirkt besonders gemütlich. Wenn Sie sich für Holz entscheiden, achten Sie darauf, keine Tropenhölzer zu verwenden. Die hohe CO₂-Belastung durch lange Transportwege und die Abholzung der Regenwälder schaden unserem Ökosystem enorm.
Greifen Sie am besten zu heimischen Holzarten oder europäischem Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft mit FSC-Siegel. Lärche und Eiche eignen sich besonders gut für Terrassendielen. Diese Hölzer sind sehr hart und weisen selbst unbehandelt eine hohe Wetterfestigkeit auf, ähnlich wie Robinie oder Douglasie.
Um sie robuster und widerstandsfähiger zu machen, werden einige Holzarten wärmebehandelt. Sogenanntes Thermoholz ist allerdings in der Herstellung sehr energieintensiv und scheidet daher als nachhaltige Alternative aus.
Alternativ kann man zu nachhaltig hergestellten Verbundstoffen wie WPC (Wood Plastic Composite) oder Resysta greifen. Diese Materialien sind zu 100 % recyclebar und bestehen aus Holzmehl sowie einem Kunststoffanteil. Sie sind formbeständig, pflegeleicht und wetterfest.
Besonders langlebig und beständig sind auch Steinböden. Ob Betonplatten, Pflaster- oder Natursteine – achten Sie darauf, dass die Steine aus der Region kommen oder mit einem Siegel (z. B. Fair Stone) für internationale Sozial- und Umweltstandards versehen sind.
Böden aus Naturmaterialien lassen sich wunderbar mit passenden Überdachungen kombinieren. Einen natürlichen Sonnenschutz bietet zum Beispiel eine Pergola mit Rankpflanzen, wie klassischerweise Weinreben, Efeu, Blauregen oder Ramblerrosen.
Stabiler Wind- und Sichtschutz mit Naturcharakter
Nicht unwesentlich für ein angenehmes Verweilen auf der Terrasse ist ein stabiler Wind- und Sichtschutz. Pflanzen oder ein bewachsener Sichtschutz halten nicht nur Wind ab und sind sehr ästhetisch, sondern sie sorgen auch noch für ein gutes Mikroklima. Außerdem bieten sie Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum.
Besonders dekorativ wirken:
- Steinmauern, Holzzäune, Hecken oder Büsche
- Flechtzäune, zum Beispiel aus Weidenruten
- Spalierobst, wie Apfel oder Birne
- Sonnenblumenstauden
- Gräser -Weidenmatten
Bambusmatten sehen zwar hübsch aus, sind jedoch aufgrund langer Transportwege für nachhaltig gestaltete Terrassen nicht zu empfehlen.
Nachhaltige Terrassenmöbel mit Stil
Ähnlich wie die Bodendielen sollten auch die Möbel möglichst aus nachhaltigen Materialien oder nachwachsenden Rohstoffen gefertigt sein.
Gestelle aus heimischen Hölzern, wie Douglasien-, Robinien- oder Buchenholz sind robust und langlebig. Sie lassen sich stilvoll mit natürlichen und strapazierfähigen Textilien wie Baumwolle oder Leinen kombinieren.
Nachhaltige Terrassenmöbel gibt es aber auch aus recyceltem Kunststoff oder Aluminium. Wichtig ist, auf das Herstellungsland zu achten, um auch hier lange Transportwege zu verhindern.
Eine umweltfreundliche Alternative sind selbstgebaute Upcycling-Möbel oder solche aus zweiter Hand. Stilvolle Akzente setzen Sie mit nachhaltigen Deko-Gegenständen, selbstgebauten Blumenkästen, gebrauchten Vintage Pflanztöpfen oder Vasen.
Die Terrasse tierfreundlich gestalten
Wenn Sie sehr tierlieb sind und Ihre Terrasse beleben möchten, können Sie Ihre Terrasse besonders einladend für Insekten, Vögel und Wildtiere gestalten.
Nektarreiche Blüten locken Bienen an und Futterhäuschen, Insektenhotels und artgerechte Nistkästen bieten Igeln, Eichhörnchen und Co. eine winterfeste Behausung. Viele Insekten und Wildtiere gehören heute zu den bedrohten Arten.
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Dabei sind sie wichtig für den Erhalt unseres Ökosystems. Insekten und Bienen sind unabkömmlich, um Pflanzen und Blüten zu bestäuben. Wildtiere halten Obst- und Gemüsegärten schädlingsfrei und erhalten so das natürliche Gleichgewicht.
Nutzpflanzen und bienenfreundliche Begrünung
Bei der nachhaltigen Begrünung Ihrer Terrasse empfiehlt es sich, statt reinen Dekopflanzen vermehrt auf Nutzpflanzen zu setzen. Heimische, natürlich gewachsene Blumen und Pflanzenarten bieten wertvollen Lebensraum für Insekten. Im Gegensatz zu vielen gezüchteten Zierblumen locken sie mit ihren nektarreichen Blüten viele Bienen an.
Besonders insektenfreundliche Blumen- und Kräutersorten sind:
- Margeriten
- Lavendel
- Sonnenblumen
- Thymian
- Basilikum
- Salbei
- Bohnenkraut
- Pfefferminze
Küchenkräuter auf der Terrasse anzubauen ist nicht nur insektenfreundlich. Gerade im Sommer verfeinern frische Kräuter Marinaden und Salate und dürfen bei keinem gemütlichen Grillabend mit Familie oder Freunden fehlen.
Diese Küchenkräuter können Sie wunderbar auf Ihrer Terrasse anbauen:
- Schnittlauch
- Rosmarin
- Kresse
- Oregano
- Petersilie
- Zitronenmelisse
Auch Obstsorten wie Säulenäpfel, Birnen oder Zitronenbäumchen gedeihen in Pflanzentöpfen auf sonnigen Terrassen, ebenso wie Erdbeer-, Himbeer- oder Stachelbeersträucher.
Tipp: Sammeln Sie Regenwasser für die umweltfreundliche und ressourcenschonende Bewässerung Ihrer Terrassenpflanzen.
Beleuchtung im Einklang mit der Natur
Gerade Wildtiere haben einen sehr empfindlichen Tag- und Nachtrhythmus, den Sie nicht durch zu viele künstliche Lichtquellen stören sollten. Beim Thema Beleuchtung gilt daher: Weniger ist mehr.
Um Energie zu sparen, setzen Sie nach Möglichkeit Bewegungsmelder oder solarbetriebene Energiequellen ein und achten Sie auf warmes, nicht zu grelles Licht. So schaffen Sie eine kuschelige Wohlfühlatmosphäre auf Ihrer Terrasse, die Strom spart und Wildtiere nicht stört.