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Gefahrstoffe zu Hause lagern: 5 nützliche Tipps für die Aufbewahrung

Im Alltag denkt man selten darüber nach, wie viele potenziell gefährliche Stoffe sich im eigenen Zuhause befinden. Reinigungsmittel, Sprays oder Klebstoffe gehören ganz selbstverständlich dazu – können aber bei falscher Lagerung schnell zum Risiko werden.

Bei Roomstyles geht es nicht nur um Einrichtung, sondern auch darum, wie Räume im Alltag funktionieren. Dazu gehört auch, Ordnung und Sicherheit sinnvoll miteinander zu verbinden. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen deshalb, wie Sie Gefahrstoffe im Haushalt richtig lagern.

1. Gefahrstoffe im Haushalt erkennen

Damit Sie wissen, bei welchen Substanzen in Ihrem Haushalt Vorsicht geboten ist, sollten Sie Gefahrstoffe zunächst klar identifizieren. Viele Produkte sind an den Gefahrensymbolen auf der Verpackung erkennbar. Diese Piktogramme – rautenförmige Symbole mit rotem Rahmen und schwarzem Motiv – weisen darauf hin, ob ein Produkt zum Beispiel reizend, ätzend, entzündlich oder giftig sein kann.

Im eigenen Zuhause kommen diese Gefahrstoffe häufig vor:

  • Reinigungsmittel – Viele Haushaltsreiniger enthalten ätzende oder reizende Substanzen. Sie können Haut, Augen und Atemwege schädigen.

  • Desinfektionsmittel – Diese wirken stark keimtötend, enthalten aber oft Alkohol oder Chlorverbindungen. Sie können entzündlich sein und bei falscher Handhabung gesundheitsschädlich wirken.

  • Insektensprays – Sprays zur Bekämpfung kleiner Plagegeister enthalten häufig Wirkstoffe, die nicht eingeatmet werden sollten. Zudem können sie leicht entflammbar sein oder allergische Reaktionen auslösen.

  • Klebstoffe – Viele Kleber geben Lösungsmittel ab, die gesundheitsschädlich sein können. Deshalb sollten sie gut verschlossen und möglichst nicht in Wohn- oder Schlafbereichen gelagert werden.

  • Pestizide – Mittel gegen Unkraut oder Schädlinge können giftige Inhaltsstoffe enthalten und gehören deshalb besonders sorgfältig gelagert.

  • Akkubetriebene Geräte und Lithium-Ionen-Akkus – Smartphones, E-Bikes, Werkzeuge oder Kameras enthalten häufig leistungsstarke Akkus. Sie gelten zwar nicht als klassische Gefahrstoffe im Haushalt, können bei falscher Lagerung aber dennoch zum Risiko werden. Akkus sollten trocken, kühl, geschützt und nicht in direkter Nähe zu Wärmequellen oder leicht entzündlichen Stoffen aufbewahrt werden.

2. Gefahrstoffe nicht zusammen lagern

Gefährliche Substanzen dürfen im eigenen Zuhause nicht beliebig nebeneinander aufbewahrt werden – selbst dann nicht, wenn sie ordentlich verschlossen sind. Der Grund: Manche Stoffe reagieren heftig miteinander, wenn sie miteinander in Kontakt kommen – z. B. durch ein Leck, Verdunstung oder falsches Umfüllen. Schlimmstenfalls kann es zu Bränden, Explosionen, der Freisetzung von giftigen Gasen oder ätzenden Verbindungen kommen.

Zu den typischen gefährlichen Kombinationen zählen die folgenden:

  • Säuren und Basen: Diese reagieren unter starker Wärmeentwicklung. Lagern Sie z. B. niemals Essigreiniger und Abflussreiniger auf Laugenbasis zusammen.

  • Brennbare Stoffe und Oxidationsmittel: Hier besteht die Gefahr einer Selbstentzündung oder Explosion. Vermeiden Sie z. B. die gemeinsame Lagerung von Brennspiritus mit Wasserstoffperoxid.

  • Chlorhaltige Reiniger und saure WC-Reiniger: Wenn diese in Kontakt kommen, setzen sie giftiges Chlorgas frei, das bereits in kleinen Mengen gesundheitsschädlich ist. Bewahren Sie z. B. Domestos und WC-Gele mit Salzsäure nicht gemeinsam auf.

Um auf der sicheren Seite zu bleiben, sollten Sie deshalb alle Gefahrstoffe in Ihrem Haushalt nach Gefahrengruppen trennen. Wählen Sie unterschiedliche Aufbewahrungsorte für die einzelnen Gefahrengruppen aus.

3. Lagerung in der Originalverpackung

Gefahrstoffe sollten im eigenen Haushalt immer in der Originalverpackung aufbewahrt werden, um im Ernstfall alle nötigen Informationen parat zu haben.

Zum einen kann man dank der Verpackung auf einen Blick erkennen, mit welchem Gefahrstoff man fälschlicherweise in Berührung gekommen ist. Zum anderen gibt die Verpackung an, was zu tun ist – z. B. „Bei Kontakt mit den Augen sofort ausspülen.“

4. Aufbewahrung außerhalb der Reichweite von Kindern

Kinder sind für ihren schier endlosen Entdeckungsdrang und ihre unbändige Neugier bekannt. Deshalb erkunden sie ihre Umgebung gerne mit allen Sinnen. Das ist zwar an und für sich etwas Positives, kann aber gleichzeitig ganz schön gefährlich werden – besonders dann, wenn potenziell gefährliche Substanzen leicht zugänglich sind.

Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie deshalb unbedingt darauf achten, sämtliche Gefahrstoffe außerhalb ihrer Reichweite aufzubewahren. Wählen Sie dazu am besten einen möglichst hoch gelegenen Schrank, der idealerweise zusätzlich abschließbar ist. So stellen Sie sicher, dass Ihr Nachwuchs nicht an die gefährlichen Substanzen kommt.

Tipp: Wenn der Platz für die Aufbewahrung der Gefahrstoffe in Ihrem Zuhause beschränkt ist, gibt es viele clevere Stauraumlösungen.

5. Richtige Belüftung

Viele Gefahrstoffe geben flüchtige Substanzen an die Raumluft ab – selbst wenn der Behälter scheinbar fest verschlossen ist. Diese Dämpfe können unter anderem die Atemwege reizen oder Kopfschmerzen verursachen.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte der Aufbewahrungsort richtig belüftet sein. Um eine einwandfreie Luftzirkulation sicherzustellen, wählen Sie einen gut belüftbaren Raum mit Fenstern oder Lüftungsschlitzen. Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig frische Luft in den Raum lassen – tägliches Stoßlüften von 10 bis 15 Minuten ist ideal.

Zusätzlicher Tipp: Vermeiden Sie heiße, stickige Aufbewahrungsorte – eine Temperatur von etwa 20 °C ist ideal. Ebenfalls empfehlenswert ist die Lagerung in lichtundurchlässigen Schränken sowie in möglichst kühlen, ruhigen Bereichen.

Fazit: Eine Checkliste

Damit Sie bei der richtigen Lagerung von Gefahrstoffen im eigenen Zuhause den Überblick behalten, haben wir abschließend noch eine kleine Checkliste für Sie zusammengestellt:

  • Machen Sie alle Gefahrstoffe in Ihrem Zuhause ausfindig.
  • Gruppieren Sie sie nach Gefahrengruppen (z. B. ätzend, leicht entflammbar).
  • Füllen Sie die Substanzen nicht um, sondern bewahren Sie sie in der Originalverpackung auf.
  • Wählen Sie einen Aufbewahrungsort, der für Kinder nicht erreichbar ist.
  • Achten Sie auf einen gut belüfteten Lagerort und regelmäßiges Lüften.
  • Vermeiden Sie zu heiße Aufbewahrungsorte – eine Raumtemperatur von etwa 20 °C ist empfehlenswert.

Häufige Fragen zur Lagerung von Gefahrstoffen

Welche Gefahrstoffe gibt es im Haushalt?

Vor allem Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Sprays, Klebstoffe und Mittel zur Schädlingsbekämpfung zählen dazu.

Wo sollte man Gefahrstoffe lagern?

Am besten in geschlossenen, gut belüfteten Schränken außerhalb der Reichweite von Kindern.

Warum ist Belüftung wichtig?

Viele Stoffe geben Dämpfe ab, die sich in geschlossenen Räumen sammeln und gesundheitsschädlich sein können.

Darf man Gefahrstoffe umfüllen?

Nein, sie sollten immer in der Originalverpackung bleiben, damit alle wichtigen Informationen erhalten bleiben.

Was ist der häufigste Fehler bei der Lagerung?

Gefahrstoffe nebeneinander zu lagern oder ungesichert zugänglich zu lassen.

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